Skulpturengarten Wilfried Hagebölling


Prolog

Skulpturengarten Wilfried Hagebölling

Der erste Blick: am Ende eines breiten, von Gras und Moosen überwachsenen Weges mächtige Eichen, flankiert von niedrigeren Gehölzen, dahinter, je nach Lichteinfall blau, grau oder silbern schimmernd ein weiter See, davor eine tonnenschwere Stahlskulptur, in deren zum Betrachter spitz zulaufende Keilform ein schmaler Gang schräg eingeschnitten ist.

In diesem ersten Blick ist der Garten bereits wie zusammengefasst. „Anders“ wirkt er, und doch wie immer schon da. Gehölzgruppen aus heimischen Bäumen und Sträuchern neben prachtvollen alten, wie seit je dastehenden Bäumen säumen und gliedern das weitläufige Areal. Große, teils begehbare Skulpturen – wie diese, deren schräg hoch laufender, dunkler Gang in den Stämmen der Eiche seine Verlängerung zu finden scheint und den Blick in die ganz eigene, geheimnisvolle Welt ihrer knorrig ausladenden Krone zieht – machen die Konfrontation zwischen Kunst und Natur stark und unausweichlich. Und doch wird dieser Garten als ein wunderbares Ganzes erlebt: Natur und Skulpturen steigern sich hier nicht nur wechselseitig, sie gehen eine Symbiose ein, die ihn zu einem magischen Ort werden lässt.