Der Park der Domaine de Kerguéhennec


Prolog

Kerguehennec

In der Domaine de Kerguéhennec sind Architektur und Landschaft miteinander verwoben. Der Park, der seit 1986 einen Skulpturen-Pfad mit vielen Werken bedeutender Künstler des 20. Jahrhunderts beinhaltet, ist damit ein anerkanntes Kulturdenkmal und ein Park, der als Landschaftsgarten im 19. Jahrhundert angelegt wurde.

Kerguéhennec ist gekennzeichnet durch unterschiedliche Gartenräume. Im Süden zeigt der Weg entlang eines Bachs eine „wilde“ Landschaft, in der menschliche Spuren verblassen. Im Norden bietet der Landschaftspark eine schattige Promenade inmitten einer gezähmten und kunstvoll präsentierten Natur.

Lange Zeit hat die Geschichte den Beitrag der Landschaftsarchitekten des 19. Jahrhunderts vergessen. Doch stammt die Mehrzahl der öffentlichen Gärten, die bis heute erhalten geblieben sind, aus dieser Epoche, wobei viele dieser Anlagen in Frankreich auf die Gebrüder Bühler zurückgehen. Diese Landschaftsarchitekten haben die Anlage zahlreicher Parks maßgeblich beeinflusst, so etwa den Parc de la Tête d'Or in Lyon oder den Parc du Thabor in Rennes. Als geniale Gestalter und profunde Kenner der Pflanzenwelt verfolgten sie ein strenges Prinzip der Landschaftsgestaltung, so dass man heute wegen der Durchgängigkeit der Konzeption vom „Bühler Stil“ spricht. Der Landschaftspark von Kerguéhennec trägt die Handschrift dieser beiden Landschaftsarchitekten.